Wald-Umwandlung: Wälder weichen Plantagen
Der Wert der Wälder wird oft verkannt. Wälder bieten Lebensraum, schützen vor Naturgefahren und liefern Trinkwasser, Rohstoffe und Nahrung. Doch in barer Münze drückt sich dies selten aus. Die Folge: Wälder müssen einer profitableren Nutzung weichen. Sie werden gerodet und für andere Zwecke genutzt. An Stelle der Wälder entstehen Monokulturen und Plantagen für Palmöl, Soja oder Holz, Äcker oder Viehweiden. Siedlungen werden errichtet oder Bodenschätze ausgebeutet.
Die Umwandlung von Wäldern verursacht nicht nur Schäden an der Umwelt, sondern zieht auch hohe soziale Kosten nach sich:
- Traditionelle Rechte der lokalen Bevölkerung werden missachtet
- unkontrollierte Brände gefährden Gesundheit und Leben
- Naturkatastrophen wie Erdrutsche oder Überschwemmungen häufen sich
Schätzungen zufolge drohen wegen dem Landhunger in den nächsten 20 Jahren Waldflächen in der Grösse von Indien zum Opfer zu fallen.